Verschiedene Länder, verschiedene Reiskocher?

Reiskocher unterschiedlicher Länder

Reis hat in vielen Ländern eine lange Tradition und gehört zum alltäglichen Essen ganz selbstverständlich dazu. So ist es nicht verwunderlich, dass Reiskocher persisch, japanisch oder chinesisch geprägt sind und in diesen Ländern in fast allen Haushalten zu finden sind.
Reis hat die ganze Welt erobert. Fast alle Kulturen kennen heute den Reis, und haben der Zubereitung teilweise ihre ganz eigene Prägung verpasst.
Reis hat die ganze Welt erobert. Fast alle Kulturen kennen heute den Reis, und haben der Zubereitung teilweise ihre ganz eigene Prägung verpasst.

Reiskocher persisch

Ein persischer Reiskocher beherrscht nicht nur die normale Zubereitungsart von Reis, also körnigen, lockeren Reis liefern zu können, sondern auch die sogenannte Tahdig-Methode. Dabei entsteht durch stärkere Hitze eine im Iran sehr beliebte Kruste an Ober- und Unterseite. Der Reis wird also im Reiskocher zum persisch Kochen erst herkömmlich gegart und dann nach Zugabe von Butter und Gewürzen nochmals kräftig erhitzt, um diese Tahdig Kruste zu erhalten.

Reiskocher japanisch

Ein japanischer Reiskocher weist auf das Land der untergehenden Sonne hin, DEM Land der Reistradition. In Japan geht gar nichts ohne Reis und wer denkt, dass der Reis in so einem traditionsbewussten Land nahezu ausnahmslos traditionell zubereitet wird, der irrt: Die japanische Hausfrau hat längst die Hightech-Welt für sich erobert und benutzt einen Reiskocher. Der muss freilich hochwertig sein und den Reis nicht nur so körnig-luftig herstellen können wie wir Europäer ihn mögen, sondern auch schön klebrig, damit er für Sushi und Stäbchengebrauch geeignet ist.

Reiskocher chinesisch

Kann ein Reiskocher auch chinesisch kochen? Er kann. Wichtig dabei ist nicht unbedingt, dass der Reiskocher auch wirklich aus China kommt, sondern vielmehr die verwendete Reissorte und die Zubereitungsart. Sie können also getrost einen Reiskocher aus europäischer Produktion benutzen. Spezieller Asiareis oder Klebe-Reis bekommt beim Garen die richtige Konsistenz. Sie erhalten ihn in Asialäden oder den Feinkostabteilungen großer Kaufhäuser. Man darf nicht zu viel Wasser nehmen, damit die Reiskörner beim Aufquellen auch tatsächlich aneinander kleben. Genauso wie beim Chinesen! Macht man das im normalen Kochtopf, brennt er sehr leicht an. Im Reiskocher hingegen gelingt aufgrund des besonders schonenden Garverfahrens der Reis auch auf chinesische Art.