Quellmethode

Reis mit der Quellmethode kochen

Sie wollen Ihren Reis besonders schonend garen und dabei so viele Nähstoffe wie möglich erhalten? Dann sollten Sie die Quellmethode wählen. Die meisten elektrischen Reiskocher und Mikrowellenkocher bedienen sich im Prinzip dieser Zubereitungsform, die aber auch ganz herkömmlich in einem Kochtopf auf dem Herd funktioniert.

Wasser und Reis: das perfekte Verhältnis zählt

Das Wesentliche an der Reis-Quellmethode ist das Verhältnis von Reis und Wasser. Es wird genau so viel Wasser zum Kochen verwendet, wie die Reiskörner während der Garzeit aufnehmen können. Das Abgießen von überschüssiger Flüssigkeit, bei dem auch immer wertvolle Inhaltsstoffe mit weggeschüttet werden, entfällt also. Da Reis nicht gleich Reis ist und die Körner je nach Sorte eine unterschiedliche Aufnahmefähigkeit haben, lässt sich ein Standardrezept für die Quellmethode natürlich nicht ganz genau angeben. Als Richtwert können Sie vom Verhältnis  1:2 annehmen, also einen Teil Reis auf zwei Teile Wasser rechnen. Bei Duftreis und Basmatireis liegen Sie damit genau richtig, bei Naturreis können Sie das Wasser etwas reduzieren (etwa 1:1,7), bei Parboiled Reis noch deutlicher bis zu 1:1,5.

Ankochen und den Reis dann quellen lassen

Und so geht’s: Setzen Sie Reis mit dem Wasser in einem Topf auf und bringen Sie alles zum Kochen. Auch Salz und gewünschte Gewürze wie Lorbeerblätter, Kardamom, Koriander oder Kreuzkümmel fügen Sie bereits dazu. Wenn das Wasser kocht, dann reduzieren Sie die Hitzezufuhr deutlich und lassen den Reis für etwa 20 Minuten quellen. Auch hier gilt wieder: Je nach Reis müssen Sie diese Angaben etwas anpassen. Naturreis braucht beispielsweise etwas länger, Parboiled Reis erreicht den optimalen Garzustand etwas eher. Sollten Sie auf einem Elektroherd kochen, dann können Sie nach 5 Minuten die Herdplatte abstellen, denn die Resthitze genügt bei der Quellmethode. Beim Kochen mit Gas oder Induktion genügt die geringstmögliche Stufe. Bitte behalten Sie den Reis in diesem Fall aber vor allem gegen Ende der Garzeit im Auge und rühren Sie hin- und wieder um, damit er nicht anbrennt, wenn alle Flüssigkeit absorbiert wurde.

Federbett, Kochkiste und Reiskocher: Quellmethode gestern und heute

Die Reisquellmethode haben auch schon unsere Großmütter genutzt, die den Reis kurz aufkochen ließen und den Topf dann mit Deckel verschlossen dick in Tücher einwickelten oder ins Federbett einkuschelten. Dort garte der Reis energiesparend und ohne Gefahr anzubrennen nach. Heutzutage schwören viele Fans von Nachhaltigkeit und Ökologie auf handgefertigte Kochkisten, die eben diese Restwärmenutzung perfektionieren und in der Reis nach der Quellmethode optimal zubereitet werden kann. Wer lieber traditionelle Methode mit moderner Technik kombiniert, greift zum Reiskocher, der die Zufuhr der nötigen Hitze automatisch reguliert und abschaltet, sobald der Reis gequollen ist und das Wasser vollständig aufgenommen wurde. Ganz egal, welches Equipment Sie für die Quellmethode benutzen: Vor dem Servieren brauchen Sie den fertigen Reis dann nur noch kurz durchzurühren und er ist fertig zum Genuss.