Reisdiät

Die Reisdiät - schneller Erfolg, aber auch gesund?

Liest man über die Reisdiät, dann stößt man vielfach auf Überschriften wie "Schnell zum Erfolg mit der Reis-Diät" oder "Ruckzuck bnehmen dank Reisdiät". Es ist keine Frage: Reis eignet sich vorzüglich als Grundbaustein einer Diät, doch Sie sollten nicht blauäugig an eine Reisdiät herangehen. Wie bei jedem speziellen Ernährungskonzept sollten sie die Vorteile und Nachteile gründlich studieren und lieber auf Langfristigkeit als auf kurzfristige, schnelle Erfolge setzen. Die sind nämlich meist ebenso schnell wieder vergessen, wie sie erzielt worden. Schauen wir uns doch kurz an, warum Reis für eine Diät geeignet ist und wie eine solche Diät aussehen könnte.

Diät-Pluspunkte für den Reis:

  • Reis enthält sehr viel Kohlenhydrate und nur wenig Fette, eine ideale Ausgangslage also für eine fettarme Diät. Reis sättigt und versorgt mit Energie. Fette finden sich im Reis nur in geringsten Mengen.
  • Reis sorgt für ein Sättigungsgefühl, das lange anhält, also beim Durchhalten hilf. Denn das wissen wir doch alle: Hunger ist der größte Feind jeder Diät!
  • Reis ist sehr kostengünstig - ein Argument, das oft vergessen wird! Wenn Sie einmal eine Diät mit Pülverchen, Proteindrinks und anderen Spezialnahrungen gemacht haben, wissen Sie den günstigen Preis von Reis sicher zu schätzen.
  • Reis hat hydrophile Eigenschaften. Das heißt, Reis entzieht dem Körper Flüssigkeit, da er sehr viel Wasser bindet. Zum „Entschlacken“ gilt Reis daher gemeinhin sehr gut geeignet und diese Eigenschaft ist es auch, der die Reis-Diät Attribute wie "schnell" und "ruckzuck" verdankt. Der hohe Wasserverlust macht sich nämlich gerade in den ersten Tagen der Reis-Diät auf der Waage bemerkbar.
  • Reis lässt sich wunderbar mit anderen Lebensmitteln kombinieren und in fast jedes Gericht einbauen.

Wie funktioniert eine Reis-Diät?

Es ist vor allem die wasserbindende Eigenschaft, die bei der Reis-Diät ausgenutzt wird. Auf dem Speiseplan steht in der ersten Phase der Diät ausschließlich Reis, der in Brühe gegart wurde. Ein wenig Salz darf der Brühe zugegeben werden. Idealerweise greifen Sie zu Vollkornreis, der enthält nämlich besonders viel Kalium und das wiederum unterstützt die Entwässerung des Körpers. Die "flüssigen" Pfunde purzeln nur so in der ersten Woche. In der nächsten Woche ergänzt dann etwas Obst den Speiseplan, später kommen Magermilch, Gemüse, Sojaprodukte oder auch mageres Fleisch hinzu. Sport soll den Diäterfolg unterstützen.

Crash-Diäten sind riskant!

Diese Reisdiät als reine "Crash-Diät" durchzuführen, führt zwar zu einem beachtlichen und schnellen Erfolg, doch sie ist selten von nachhaltigem Erfolg gekrönt. Sobald Sie die Diät beenden und wieder zu normaler Ernährung zurückkehren, kehren auch die Pfunde zurück. Zudem birgt der große Flüssigkeitsverlust und die einseitige Ernährung auch die Gefahr von Krämpfen und anderen Mangelerscheinungen in sich. Wer Reis sinnvoll für eine Diät einsetzen will, der sollte das in vernünftigen Maßen tun und seinen Speisenzettel dauerhaft auf eine gesunde Ernährungsweise umstellen. Eine Ernährung, in der Reis dann eine ganz wesentliche und sehr vernünftige Rolle spielt.